Rob-Ert 18 und die Lapisaneren
Rob-Ert 18 schaute durch das große Fenster in Observationssaal
von Centaurica, dass sich ihm bittende
»Rob!« Torgein stand mit gerader Körperhaltung hinter
Rob-Ert 18.
Der Kommandant der „Iustitia“, der sein erster Offizier
nicht gehört hatte das sein erster Offizier reinkommen war, wurde auf diese
Weise an der Pflicht erinnert.
»Sind die Vorräte aufgeladen?« Rob-Ert 18 hielt sein Blick
zu dem schwindenden Licht gerichtet. Das Festspiel am Horizont erinnerte ihm an
Zuhause, an seiner Mutter, die ihm immer unterstützt hatte solange sie lebte,
an dem Bruder, der inzwischen der Oberhaupt der Familie war und daher die Clener
verlassen musste, an dem Vater, der ihm alles beigebracht hatte, was ein junger
Murianer wissen musste, um ein Mädchen zu beeindrucken. Ein Vater, der immer
stolz auf seine Söhne gewesen war.
»Es wird noch Wasser versiegelt, aber in etwa eine Rundhatre
werden wir klar zum Start sein«. Torgein ließ die Hand mit der Liste sinken,
auch er wurde durch die Schönheit der Abenddämmerung gefangen genommen.
»Torgein!« Zu spät bemerkte Garcan, dass auch sein
Kommandant anwesend war. Nicht das er vor Rob-Ert 18 Angst verspüren musste,
aber es gehörte zu der Höflichkeit der Clener, eher gefühllos aufzutreten.
»Verzeihung«, Garcan senkte der Kopf, während er seine linke Hand knapp unter
seine rechte Schulter legte, wo die Dronianer das Herz trugen.
Langsam drehten sich Rob-Ert 18 und Torgein zu dem
hinzugekommenen. Rob-Ert 18 versuchte die durch Garcans sichtliche
Zerknirschung verursachte Anflug von Heiterkeit zu verbergen. »Welchem Unstand
haben wir deine Ungestümtheit zu verdanken?« Rob-Ert 18 hatte die Arme in
Rücken verschränkt, etwas was die Clener oft taten, da ein Clener, niemals
seine Hände in die Taschen stecken sollte. Erste Clener gesetzt des guten
Benehmens.
»Verzeihung Kommandant, wir haben bei einer Routinekontrolle
ein …« Garcan hielt inne, er war sich unsicher wie er sein Fund bezeichnen
sollte. »Nicht Clener am Bord gefunden«, beendete er den Satz.
»Wer war noch dabei?« Torgein wollte mit seiner Frage der
Sicherheitsoffizier die Möglichkeit geben, sich wieder zu fangen.
»Jorana und Drallis«, antwortete Garcan ohne zu zögern.
Etwas beruhigter erzählte Garcan, wie der Fremdling aussah,
schnell waren sich alle einig, es musste ein Bewohner von „Lapis-Planeta“ sein,
die extrem neugierige wie auch findige Geschöpfe gehörten in einem erst vor
einige Jahrtausende entstandenen Universum. Noch waren nicht alle Galaxien dort
kartographiert. Der „Lapis-Planeta“ gehörte aber zu „Evolutio-Galaxia“, eine
noch sehr junge Galaxie in Sonnensystem Primus, ein System der gerade an Anfang
der Entwicklung stand und die Aufmerksamkeit der Clener genoss. Die wenigsten
Planeten in diese Galaxie hatten Lebensformen hervorgebracht, alle befanden
sich noch ganz an Anfang der evolutionären Entwicklung. Die sich dort in
beängstigende Geschwindigkeit entwickelnden Himmelskörper waren teilweise noch
ohne irgendwelche Lebensformen; bei einigen der Planeten bestand alles noch aus
Felsen und kochenden Lava, anderen hatten erste kleine Pflanzen hervorgebracht.
Nur „Lapis-Planeta“ hatte sich hervorgetan durch eine auffällige Dringlichkeit
bei der Geschwindigkeit, in den diese Entfaltung ablief. Der „Lapis-Planeta“
schien es besonders eilig zu haben, wenn es darum ging, die Kinderschuhe zu
entwachsen. Ins geheim war Rob-Ert 18 besonders angetan von den dort
existierenden Geschöpfen, die stets in der Lage waren, die Ihnen zu Verfügung
stehenden Rohstoffen zu nutzen.
Die Besatzung der „Iustitia“ hatte der recht junge Planet
seit länger unter Beobachtung. Bevor die Clener nach Dovani flogen, um neue
Vorräte zu holen, waren sie kurz auf „Lapis-Planeta“ gewesen, um Proben, von
der dortigen evolutionären Entwicklung zu sammeln und ein Zwischenbericht
anzufertigen, dass die Lapisaneren sich nicht gezeigt hatten, bedauerten die
Clener zwar sehr, suchten aber nicht nach ihnen. Es gab kein Grund sich sorgen
zu machen. Oft hatten sie erlebt, dass die Lapisaneren sich versteckten, zu
manchen Tageszeiten war die Hitze auf dem dunklen Planeten, selbst für Clener,
mit ihren Klimatisierten Anzügen, unerträglich.
Torgein und Rob-Ert 18 kamen zu dem gleichen Ergebnis, in einem unbeobachteten
Moment musste, der noch nicht ganz aufrecht gehenden Wessen in einen der
Shuttles gelangt sein.
»Die „Iustitia“ muss gründlich dursucht werden, ich möchte
noch bevor wir weiterfliegen, ein Bericht haben ob es sich um ein einziges
Exemplar handelt, oder um eine Gruppe«. Vergessen war der Sonnenuntergang, die
drei Clenern verließen dem Raum ohne sich noch einmal zu dem Großen Fenster zu
drehen. Draußen war der Himmel schon Violet, die Schwärze gewann aber immer
mehr Terrain. Rob-Ert 18 und seine Begleiter gingen sofort zu dem Schuttels, es
war dringlich zu „Iustitia“ zurückzukehren.
Togein war innerlich etwas aufgewühlt, er konnte nicht
verstehen, wie so etwas passieren konnte. Die Shuttles waren zu keinem Moment
unbeaufsichtigt gewesen. Der erste Offizier der „Iustitia“ klagte sich an, es
fiel in seinen Aufgabenbereich dafür zu sorgen, dass so etwas nicht passierte,
das die Clener unentdeckt blieben, das sich kein Tier oder Einheimischer in
einem der Shuttles einschlich. Er hatte immer die ihm zugeteilte Aufgaben in
höchster Perfektion erledigt, dieses Mal war sich der Verluzer sehr unsicher.
Selbst qälerisch klagte er sich an. Er hatte versagt, das war nicht zu leugnen.
Es blieb nur noch eine drei viertel Stunde Zeit bis die „Iustitia“ die
Umlaufbahn von Dovani verlassen würde, in diese Zeitspanne alles gründlich
abzusuchen war unmöglich. Rob-Ert 18 würde sich bald um einen neuen ersten
Offizier bemühen, das war ihm klar.
Während die Besatzung der „Iustitia“ eifrig jeden Winkel
nach weitere) Steinmenschen absuchte, machte sich Rob-Ert 18 Gedanken, wie es
weitergehen sollte. Für Gewöhnlich wurden Wesen, die mit Clenern in Berührung
kamen, in eine eigens für sie geschaffene Umgebung gebracht, die Clener sollten
geheim bleiben, nur eine Handvoll Planeten in Mutliversum wussten über ihre
Existenz, Planeten, aus dem die Clener selbst kamen. Bei der Lapisaner verhielt
es sich anders, diese Rase hatte noch nicht einmal eine Sprache, sie waren Wild
und unwissend. Bedeutete es eine Gefahr, wenn die „Iustitia“ den Lapisaner in
seiner gewohnten Umgebung zurückbrächte? Wieder einmal wünschte Rob-Ert der Rat
seines früheren Kommandanten Garian 12. Seinem Vorgänger wusste immer was zu
tun war. Ihm wäre so etwas nicht passiert. Die Bemühung die richtige
Entscheidung zu treffen versetzte Rob-Ert 18 auf Nolava, der schreckliche
Moment wo Garian 12 Starb wurde vor seine Augen wieder lebendig, die Rufe der
Novalanern, das Geruch von Verbranntes, der Schreckliche Moment wo das
Na“ktUn“er Monster das Leben des Murianers beendete. Der Kommandant der
„Iustitia“ spürte die Verzweiflung wieder in ihm hochsteigen. Garian 12 war ein
immenser Verlust für die Clenern, als Maurianer, als Freund und als Offizier.
Die mühsam verdrängten Bilder von Tot seines Freundes und Vorgesetzten waren
lebendig geworden. Als wäre er durch die Zeit gereist, horte er einmal mehr die
Rufe der Novalaner, als er sich zu Garan 12 drehte war alles zu spät, wieder
sah er sich neben seinem Freund kniend, Torag kniete neben ihm, aber der
Chefarzt der „Iustitia“ war machtlos, Garan 12 war längst zu seinem Ahnen
aufgebrochen. Von Schmerz übermahnt versuchte Rob-Ert 18 die Erinnerungen
wieder tief in den Schubladen seines außergewöhnlichen Gehirns zu vergraben, om
der Schubladen seines Gehirns gab es genug andere Ereignisse und
Entscheidungen. Die er davor platzieren konnte, um zu verhindern, dass die
Erinnerung wieder an der Oberfläche kam. Ein Maurianer lebt ins Jetzt, nicht in
der Vergangenheit. Eines Tages würde er der Freund wieder treffen, diese
Gewissheit sollte reichen. An dem Tag, wo er zum „Kosmischen Fluss“ gebracht
werden würde, würde Garian 12 dort auf ihm warten. „Was soll ich mit dem Lapisaner nur anfangen?“ Mit diesem Gedanken
zwang sich Rob-Ert 18 zurück in der Gegenwart, er musste das unerwartete
Problem lösen, ohne die Richtlinien der Clener-Gilde zu verletzen.
Zur Gleiche Zeit, streifte Torgein mit einer Clener-Einheit
durch die taubengrauen Korridore der „Iustitia“, von denen der Verluzer sich
kaum abhob, außer durch seine Uniform. Die Stunde war fast verstrichen, die
Suche war trotzdem nicht abgeschlossen, obwohl jeder verfügbaren Clener in
Einsatz auf der Suche nach weiteren Eindringlingen war. Der Zweifel an seine
Fähigkeiten nagte am ihn. Zwei Elfen, die ihm begleiteten spürten, wie die
Unsicherheit von Korridor zu Korridor in dem erfahrenen Offizier wuchs. Die
Zeit verstrich ohne dass sie etwas gefunden hätten. Schon waren sich Torgeins
Begleiter sicher, dass der gefundene Lapisaner allein aufs Schiff gekommen war,
sicher war er nur seine Neugierde gefolgt, als er den Shuttle bestieg und
konnte dann nicht mehr verschwinden. Die Elfen tauschten sich Wortlos aus,
damit sie sich nicht verraten konnten, als Torgein die Türen von Lager-Hangar
Nummer 5 öffnete. Das vertraute „Wassssch“ unterbrach jeden mentalen Austausch.
Hellgrauen Lippen, die sich nur um zwei bis drei Nuancen von
dem noch helleren Grau seiner Haut abhoben. Mit dieser Geste gab er die Sicherheits-Einheit zu erkennen, dass Vorsicht angebracht war, er …





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