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Sonntag, 1. Dezember 2019

Noch ein Abenteuer aus der Clener Zyklus


Rob-Ert 18 und die Lapisaneren



Rob-Ert 18 schaute durch das große Fenster in Observationssaal von Centaurica, dass sich ihm bittende
Schauspiel gehörte in der Sparte „seltene Erlebnisse in Leben eines Cleners“. Eine dunkelrote Kugel, die von einem schmalen gelben Ring umrandet wurde, verschwand hinter den Bergen von Luján, die Hauptstadt des Planeten. Das sich von der Sonne ausbreitende Gelb verlief sich in eine immer stärker werdenden Rotten Himmel, der sich langsam in einen an Kraft gewinnenden Lila verwandelte, der sich wiederum in der schwärze der Nacht verschwand.

»Rob!« Torgein stand mit gerader Körperhaltung hinter Rob-Ert 18.

Der Kommandant der „Iustitia“, der sein erster Offizier nicht gehört hatte das sein erster Offizier reinkommen war, wurde auf diese Weise an der Pflicht erinnert.

»Sind die Vorräte aufgeladen?« Rob-Ert 18 hielt sein Blick zu dem schwindenden Licht gerichtet. Das Festspiel am Horizont erinnerte ihm an Zuhause, an seiner Mutter, die ihm immer unterstützt hatte solange sie lebte, an dem Bruder, der inzwischen der Oberhaupt der Familie war und daher die Clener verlassen musste, an dem Vater, der ihm alles beigebracht hatte, was ein junger Murianer wissen musste, um ein Mädchen zu beeindrucken. Ein Vater, der immer stolz auf seine Söhne gewesen war.
»Es wird noch Wasser versiegelt, aber in etwa eine Rundhatre werden wir klar zum Start sein«. Torgein ließ die Hand mit der Liste sinken, auch er wurde durch die Schönheit der Abenddämmerung gefangen genommen.

»Torgein!« Zu spät bemerkte Garcan, dass auch sein Kommandant anwesend war. Nicht das er vor Rob-Ert 18 Angst verspüren musste, aber es gehörte zu der Höflichkeit der Clener, eher gefühllos aufzutreten. »Verzeihung«, Garcan senkte der Kopf, während er seine linke Hand knapp unter seine rechte Schulter legte, wo die Dronianer das Herz trugen.
Langsam drehten sich Rob-Ert 18 und Torgein zu dem hinzugekommenen. Rob-Ert 18 versuchte die durch Garcans sichtliche Zerknirschung verursachte Anflug von Heiterkeit zu verbergen. »Welchem Unstand haben wir deine Ungestümtheit zu verdanken?« Rob-Ert 18 hatte die Arme in Rücken verschränkt, etwas was die Clener oft taten, da ein Clener, niemals seine Hände in die Taschen stecken sollte. Erste Clener gesetzt des guten Benehmens.
»Verzeihung Kommandant, wir haben bei einer Routinekontrolle ein …« Garcan hielt inne, er war sich unsicher wie er sein Fund bezeichnen sollte. »Nicht Clener am Bord gefunden«, beendete er den Satz.
»Wer war noch dabei?« Torgein wollte mit seiner Frage der Sicherheitsoffizier die Möglichkeit geben, sich wieder zu fangen.
»Jorana und Drallis«, antwortete Garcan ohne zu zögern.

Etwas beruhigter erzählte Garcan, wie der Fremdling aussah, schnell waren sich alle einig, es musste ein Bewohner von „Lapis-Planeta“ sein, die extrem neugierige wie auch findige Geschöpfe gehörten in einem erst vor einige Jahrtausende entstandenen Universum. Noch waren nicht alle Galaxien dort kartographiert. Der „Lapis-Planeta“ gehörte aber zu „Evolutio-Galaxia“, eine noch sehr junge Galaxie in Sonnensystem Primus, ein System der gerade an Anfang der Entwicklung stand und die Aufmerksamkeit der Clener genoss. Die wenigsten Planeten in diese Galaxie hatten Lebensformen hervorgebracht, alle befanden sich noch ganz an Anfang der evolutionären Entwicklung. Die sich dort in beängstigende Geschwindigkeit entwickelnden Himmelskörper waren teilweise noch ohne irgendwelche Lebensformen; bei einigen der Planeten bestand alles noch aus Felsen und kochenden Lava, anderen hatten erste kleine Pflanzen hervorgebracht. Nur „Lapis-Planeta“ hatte sich hervorgetan durch eine auffällige Dringlichkeit bei der Geschwindigkeit, in den diese Entfaltung ablief. Der „Lapis-Planeta“ schien es besonders eilig zu haben, wenn es darum ging, die Kinderschuhe zu entwachsen. Ins geheim war Rob-Ert 18 besonders angetan von den dort existierenden Geschöpfen, die stets in der Lage waren, die Ihnen zu Verfügung stehenden Rohstoffen zu nutzen.
Die Besatzung der „Iustitia“ hatte der recht junge Planet seit länger unter Beobachtung. Bevor die Clener nach Dovani flogen, um neue Vorräte zu holen, waren sie kurz auf „Lapis-Planeta“ gewesen, um Proben, von der dortigen evolutionären Entwicklung zu sammeln und ein Zwischenbericht anzufertigen, dass die Lapisaneren sich nicht gezeigt hatten, bedauerten die Clener zwar sehr, suchten aber nicht nach ihnen. Es gab kein Grund sich sorgen zu machen. Oft hatten sie erlebt, dass die Lapisaneren sich versteckten, zu manchen Tageszeiten war die Hitze auf dem dunklen Planeten, selbst für Clener, mit ihren Klimatisierten Anzügen, unerträglich. Torgein und Rob-Ert 18 kamen zu dem gleichen Ergebnis, in einem unbeobachteten Moment musste, der noch nicht ganz aufrecht gehenden Wessen in einen der Shuttles gelangt sein.

»Die „Iustitia“ muss gründlich dursucht werden, ich möchte noch bevor wir weiterfliegen, ein Bericht haben ob es sich um ein einziges Exemplar handelt, oder um eine Gruppe«. Vergessen war der Sonnenuntergang, die drei Clenern verließen dem Raum ohne sich noch einmal zu dem Großen Fenster zu drehen. Draußen war der Himmel schon Violet, die Schwärze gewann aber immer mehr Terrain. Rob-Ert 18 und seine Begleiter gingen sofort zu dem Schuttels, es war dringlich zu „Iustitia“ zurückzukehren.

Togein war innerlich etwas aufgewühlt, er konnte nicht verstehen, wie so etwas passieren konnte. Die Shuttles waren zu keinem Moment unbeaufsichtigt gewesen. Der erste Offizier der „Iustitia“ klagte sich an, es fiel in seinen Aufgabenbereich dafür zu sorgen, dass so etwas nicht passierte, das die Clener unentdeckt blieben, das sich kein Tier oder Einheimischer in einem der Shuttles einschlich. Er hatte immer die ihm zugeteilte Aufgaben in höchster Perfektion erledigt, dieses Mal war sich der Verluzer sehr unsicher. Selbst qälerisch klagte er sich an. Er hatte versagt, das war nicht zu leugnen. Es blieb nur noch eine drei viertel Stunde Zeit bis die „Iustitia“ die Umlaufbahn von Dovani verlassen würde, in diese Zeitspanne alles gründlich abzusuchen war unmöglich. Rob-Ert 18 würde sich bald um einen neuen ersten Offizier bemühen, das war ihm klar.

Während die Besatzung der „Iustitia“ eifrig jeden Winkel nach weitere) Steinmenschen absuchte, machte sich Rob-Ert 18 Gedanken, wie es weitergehen sollte. Für Gewöhnlich wurden Wesen, die mit Clenern in Berührung kamen, in eine eigens für sie geschaffene Umgebung gebracht, die Clener sollten geheim bleiben, nur eine Handvoll Planeten in Mutliversum wussten über ihre Existenz, Planeten, aus dem die Clener selbst kamen. Bei der Lapisaner verhielt es sich anders, diese Rase hatte noch nicht einmal eine Sprache, sie waren Wild und unwissend. Bedeutete es eine Gefahr, wenn die „Iustitia“ den Lapisaner in seiner gewohnten Umgebung zurückbrächte? Wieder einmal wünschte Rob-Ert der Rat seines früheren Kommandanten Garian 12. Seinem Vorgänger wusste immer was zu tun war. Ihm wäre so etwas nicht passiert. Die Bemühung die richtige Entscheidung zu treffen versetzte Rob-Ert 18 auf Nolava, der schreckliche Moment wo Garian 12 Starb wurde vor seine Augen wieder lebendig, die Rufe der Novalanern, das Geruch von Verbranntes, der Schreckliche Moment wo das Na“ktUn“er Monster das Leben des Murianers beendete. Der Kommandant der „Iustitia“ spürte die Verzweiflung wieder in ihm hochsteigen. Garian 12 war ein immenser Verlust für die Clenern, als Maurianer, als Freund und als Offizier. Die mühsam verdrängten Bilder von Tot seines Freundes und Vorgesetzten waren lebendig geworden. Als wäre er durch die Zeit gereist, horte er einmal mehr die Rufe der Novalaner, als er sich zu Garan 12 drehte war alles zu spät, wieder sah er sich neben seinem Freund kniend, Torag kniete neben ihm, aber der Chefarzt der „Iustitia“ war machtlos, Garan 12 war längst zu seinem Ahnen aufgebrochen. Von Schmerz übermahnt versuchte Rob-Ert 18 die Erinnerungen wieder tief in den Schubladen seines außergewöhnlichen Gehirns zu vergraben, om der Schubladen seines Gehirns gab es genug andere Ereignisse und Entscheidungen. Die er davor platzieren konnte, um zu verhindern, dass die Erinnerung wieder an der Oberfläche kam. Ein Maurianer lebt ins Jetzt, nicht in der Vergangenheit. Eines Tages würde er der Freund wieder treffen, diese Gewissheit sollte reichen. An dem Tag, wo er zum „Kosmischen Fluss“ gebracht werden würde, würde Garian 12 dort auf ihm warten. „Was soll ich mit dem Lapisaner nur anfangen?“ Mit diesem Gedanken zwang sich Rob-Ert 18 zurück in der Gegenwart, er musste das unerwartete Problem lösen, ohne die Richtlinien der Clener-Gilde zu verletzen.

Zur Gleiche Zeit, streifte Torgein mit einer Clener-Einheit durch die taubengrauen Korridore der „Iustitia“, von denen der Verluzer sich kaum abhob, außer durch seine Uniform. Die Stunde war fast verstrichen, die Suche war trotzdem nicht abgeschlossen, obwohl jeder verfügbaren Clener in Einsatz auf der Suche nach weiteren Eindringlingen war. Der Zweifel an seine Fähigkeiten nagte am ihn. Zwei Elfen, die ihm begleiteten spürten, wie die Unsicherheit von Korridor zu Korridor in dem erfahrenen Offizier wuchs. Die Zeit verstrich ohne dass sie etwas gefunden hätten. Schon waren sich Torgeins Begleiter sicher, dass der gefundene Lapisaner allein aufs Schiff gekommen war, sicher war er nur seine Neugierde gefolgt, als er den Shuttle bestieg und konnte dann nicht mehr verschwinden. Die Elfen tauschten sich Wortlos aus, damit sie sich nicht verraten konnten, als Torgein die Türen von Lager-Hangar Nummer 5 öffnete. Das vertraute „Wassssch“ unterbrach jeden mentalen Austausch.
Der Hangar war nicht so voll wie die anderen davor, aber es war trotzdem eine ganze Stück Arbeit. Torgein fragte sich ob der anderen Teams etwas gefunden hatten. Mit einer langsamen Handbewegung deutete er das ihm begleitenden Team, sich in Raum zu verteilen und alles gründlich zu durchsuchen. Gerade als Torgein hinter einige Container mit In Sauerstoff eingelegte Discanus aus Nolava schauen wollte, erreichte ein Geräusch sein empfindliches Gehör. In seinen gräulichen, Grünschimmernden Dreispitz-Ohren drängte sich ein leises Wimmern. Als hätte ihm ein böser Zauber getroffen, blieb der Verluzer augenblicklich stehen. Eine Fähigkeit für die er von allen anderen beneidet wurde. Ohne ein einziges Geräusch zu verursachen, drehte er sich zu dem anderen um. Langsam erhob er der zweiten Zeigefinger seiner Rechte Hand an den
Hellgrauen Lippen, die sich nur um zwei bis drei Nuancen von
dem noch helleren Grau seiner Haut abhoben. Mit dieser Geste gab er die Sicherheits-Einheit zu erkennen, dass Vorsicht angebracht war, er …



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